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Die Gitarre im 21. Jahrhundert – Radioshow on ByteFM , September 1, 2015

Frank Witzel’s radioshow ‘Me Myself and Why’ on ByteFM and via ZEIT ONLINE presents music recorded by the Corona Guitar Kvartet, Noël Akchoté, and Fred Frith
https://byte.fm/sendungen/me-myself-why/
http://www.zeit.de/kultur/musik/index

Die Gitarre im 21. Jahrhundert
Noel Akchoté und Fred Frith sind nur zwei Namen, die stellvertretend für eine Tendenz stehen, von der improvisierten Musik zur Komposition und Neu-Interpretation klassischer Werke zu wechseln. Me Myself and Why stellt neue Tendenzen in der Gitarrenmusik vor, die sich immer weiter von gängigen Genre Einteilungen emanzipiert und längst ein eigenes Terrain bespielt.
Mit dem Corona Guitar Kvartet, Noel Akchoté und Fred Frith.

http://www.frankwitzel.de/
http://www.coronaguitarkvartet.dk/
http://www.noelakchote.org/
http://www.fredfrith.com/
https://byte.fm/ – Webradio für gute Musik
https://de.wikipedia.org/wiki/ByteFM
http://www.zeit.de/online/2008/36/ankuendigung-byte-fm
coronaguitarkvartet #radio

Taut – Klassik Heute, by Dr. Michael B. Weiß [16.07.2015]

http://www.klassik-heute.de/4daction/www_medien_einzeln?id=21482
Dass zwei mal zwei vier ergeben, nicht etwa die Addition von vier einzelnen Instrumentalisten, ist die Strukturidee des dänischen Corona Guitar Kvartet: „Two duos make a quartet“. Zwei feste Gitarrenduos, das von Per Dybro Sorensen/Michael Norman Sorensen sowie das von Kristian Gantriis/Volkmar Zimmermann, treten zusammen und stellen für die so zustandekommende Quartett-Besetzung gleichsam eine Art von vorgängiger Ordnung bereit: Nicht vier Solisten müssen sich hier koordinieren, sondern zwei bereits auf einander eingespielte Formationen.
Zu seinem 20. Geburtstag in diesem Jahr legt das Corona Guitar Kvartet eine zwar kurze, doch reichhaltig geratene Kompilation von fünf Werken vor, die zwischen 2006 und 2014 in Kopenhagen aufgenommen wurden. Vier von diesen Stücken gereifter bzw. reifer Komponisten und einer Komponistin sind Auftragskompositionen des Ensembles. Nur Edward Greens Quartett von 1975 fällt heraus, ein Jugendwerk, nicht zufällig deshalb wohl auch das kompositorisch konventionellste in seiner tonalen Anlage, der etwas schulmeisterlichen Imitationstechnik, aber auch einer seltenen Grazie. Im 2. Satz „Fantasia“ etwa sorgt ein Gewebe aus freien Ostinati und rezitativischen Passagen für Wohlklang. Auch, wenn dieses Stück vielleicht das Zeug zu einem Klassiker hat, könnte eine Revision sich noch lohnen: Gerade, als der letzte Satz „Rondo“ im Nichts zu verschwinden scheint, setzt die Musik noch einmal ein – eine Minderung des Effekts, die sich leicht beheben ließe. Deutlich wird diese auch, weil das Corona Kvartet ein solch atemberaubendes, gut koordiniertes Decrescendo hinbekommt.
Der Haltung nach am ehesten mit Green verwandt ist Fred Friths Alftanes von 2005, in seiner durch einen Islands-Aufenthalt angeregten Naturseligkeit auch das freundlichste Stück dieser Kompilation. Frith verwendet ein sehr reduziertes, mitunter auch populäres Material und überzeugt durch einen sehr schön verklingenden, ätherischen Schluß. Obwohl auch minimalistisch angehaucht, ist Alftanes durch seine rhythmischen Überlagerungen doch vielfältiger als Taut von Dorothy Hindman (2003), welches dem Album den Titel gibt. Hindmans Beitrag ist hier der am einfachsten gestrickte; zwar bildet das Stück verschiedene Abschnitte aus, doch das Material ist allzu leicht zu erfassen, durchzuhören und wird kaum einmal interessanten Variationen oder Neukombinationen unterzogen. Auch stellt sich in den wohligen Repetitionen und Klanglichkeiten der wohl intendierte Affekt der Angespanntheit, Zugeknöpftheit („taut“) gerade nicht ein.
Eben dies glückt Charles Norman Mason in seinem Stück Filibuster von 2003. Ein Filibuster ist eine im US-Senat erlaubte, wenn auch seltene Strategie, durch oftmals stundenlanges Dauerreden Beschlüsse zu verhindern. Glücklicherweise entwirft Mason in seiner sehr knappen, aber vielgliedrigen Studie ein außerordentlich breites Spektrum von Ereignissen mit schnellen Läufen, hart angerissenen Tutti, Tonwiederholungen, die in klangliche Phänomene überblenden, auch sehr leisen, schnellen Passagen, die das Corona Kvartet mit beeindruckender Flexibilität bewältigt. Ermüdung stellt sich somit nicht ein.
Die Krone aber der hier vom Corona Kvartet versammelten neueren Arbeiten gewissermaßen gebührt Cori Battenti des Römers Franco Sbacco von 2007. Sbacco läßt eines der Duette die Gitarren um einen Viertelton nach unten stimmen und reflektiert somit sehr geschickt die eingangs erwähnte Strukturidee des Ensembles selbst. Durch die vierteltönige Totalität kann Cori Battenti die klanglich reizvollste Atmosphäre evozieren, zumal die Verstimmung in der vom Komponisten geleisteten Organisiertheit nie falsch wirkt, sondern vielmehr bunt, und die ganze Komposition durch die dazukommenden kultischen Klopfgeräusche eine geradezu arkane Aura erhält. Allein dieses Stück lohnt schon die Anschaffung dieser wertvollen Kompilation.

Taut – Albany 1540 – Fanfare Magazine July/Aug 2015, by Maria Nockin

TAUT • Corona Gtr Qrt • ALBANY 1540 (47:41)
MASON Filibuster. GREEN Quartet for Guitars. HINDMAN Taut. SBACCO Cori Ballenti. FRITH Álftanes
In 1995, Volkmar Zimmermann and Per Dybro Sørensen founded the Corona Guitar Kvartet. Mikkel Andersen became a member in 2000, and a year later Kristian Gantriis joined the group. Having played together for many years, these artists respond as a single unit. Their touring and recording has enabled them to assume an important role in the development of the guitar quartet repertoire. On their recording entitled Taut, Charles Norman Mason’s Filibuster opens with bold rhythms that suggest warring political factions and opposing orations. The music gets softer, possibly because the orators are girding themselves with the new arguments they spout in Mason’s furious finale. It’s definitely a tour de force for the fine players of the Kvartet.
Edward Green, a professor at the Manhattan School of Music, wrote his three-movement quartet more than 30 years ago but surprisingly this is its first recording. He speaks of his desire to unite unlike qualities, in this case energy and thoughtfulness. For the first movement, he writes a robust allegro that starts and stops as it lurches toward its finale. Members of the Kvartet dialogue back and forth comfortably as they play this difficult music. The second movement, Fantasia, has a memorable melody with a rhythm that sounds like gentle raindrops falling on the glassy surface of a still brook. The rainfall becomes heavier before slowing to a stop. For the final Rondo, a wind whisks away the clouds and a warm sun warms lightens the surface of the brook.
Composer Dorothy Hindman says the inspiration for her piece Taut is the tightness of the guitar strings as well as the personal tensions felt by players in very tight ensemble situations. She speaks of their heightened emotional states and their ability to draw listeners into their musical milieu. To do this she presents four motives at the beginning of the piece and develops them by various means. It makes for a dramatic, highly strung piece.
Since 1983, composer Franco Sbacco has held the chair of harmony and analysis at Rome’s Santa Cecilia Conservatory of Music. He is known for the use of electronics, but he did not use any in Cori Battenti (Beating Hearts). He did, however, ask two of the Kvartet’s guitars to tune down a quarter tone. That tuning produces blocks of solid tone when all four play together. When they play separately, the music has a bell-like timbre. Sbacco never lets listeners forget that live artists with constantly beating hearts are giving a most ardent and technically expert performance of his music.
English rock guitarist Fred Frith, a founding member of Henry Cow, is the oldest composer represented on the disc. Having composed for electric guitars for a long time, Frith was not used to the narrow parameters of the acoustic instrument. Only after a stay at Álftanes, in Iceland, did he relate the less flamboyant possibilities of the acoustic guitar to music inspired by nature. He opens with music that sounds like tumbling waters that come from snowmelt. The birds pluck food from sea and land to feed their young. Frith brings us the rhythms of wind and water as he describes the profusion of wildlife that inhabits Iceland. Since all the works here are being presented for the first time, there are no comparisons. The sound is clear and the instruments are well presented on this most enjoyable recording. Maria Nockin
This article originally appeared in Issue 38:6 (July/Aug 2015) of Fanfare Magazine.

Transatlantic Tales – Klassik Heute, by Stefan Pieper [01.07.2015]

http://www.klassik-heute.de/4daction/www_medien_einzeln?id=21483
Sich forschend an ein Instrument annähern, Neues hervorbringen und dabei die Musik in den Dienst „außermusikalischer“ Botschaften stellen, um auf diese Weise noch tieferes zum Ausdruck zu bringen – solche spannenden Wege lotet die neue CD mit Kompositionen von Faye-Ellen Silverman aus. Sie ist eine US-amerikanische Komponistin abseits des Lauten und um jeden Preis Spektakulären. Die auf dieser CD vorgetellte Musik zeigt umso mehr, dass hier jemand konzentriert und verinnerlicht aus sich selbst heraus arbeitet und reflektiert. Und wenn es um Gitarrenmusik geht, hat die Komponistin mit dem Gitarristen Volkmar Zimmermann einen verlässlichen Partner, um sich im gemeinsamen Prozess am Ausdrucksspektrum der gezupften Saiten abzuarbeiten. Denn die Transatlantic Tales sind Musik für Gitarre und anderes, auch für mehrere Instrumente.
Die CD tut gut daran, zunächst bei den „Ursprüngen“ anzusetzen, wenn der Personalstil der Komponistin zunächst in einer Art Präludium vorgestellt wird. „Processional“ vermittelt in unprätentiöser Klarheit und nicht ohne selbst auferlegte formale Strenge zwischen fein gewebter und linearer musikalischer Entwicklung. Dabei darf sich auch einmal in tonale Grenzbereiche hinein getastet werden. Mit immer neuem Entdeckungspotenzial weitet sich der Rahmen kontinuierlich aus. Fließend wirkt der Übergang von solistischem Gitarrenspiel zum feinnervigen Ensembleklang. Ein deutlich früher komponiertes Triostück gebärdet sich unter den Händen dreier Saiten-Artisten viel rauer, ja regelrecht wütend mit seinen harschen Intervallsprüngen, später auch mit perkussiven Geräuscheffekten auf den Saiten.
Worte kommen ins Spiel. Das Stück Shadow ist kein Spaß. Denn mit der allegorischen Lyrik einer Emily Dickinson verarbeitet die Komponistin eigene Schicksalsschläge, vor allem den Verlust eines Lebenspartners. Skizzenhaft und fragil muten diese Fragmente an, wo man sich ja auch naturgemäß schwach fühlt. Aber stärkend wirkt ein lupenrein atmendes Gitarrenspiel. Das gibt Halt für die expressive Stimme von Marlene Bichel und das Klarinettenspiel von Maria Sook Garmark.
Ein metaphorisch aufgeladener Text von Oskar Wilde stand Pate für eine Triokomposition aus dem Jahr 2000. Hier überwiegen nachdenkliche Klänge und eine filigran verschränkte melodische Qualität. Und auch der unverbrauchte Schatz dänischer Lyrik tut sich hier auf – zu Recht, da ja auch einige Musikerinnen und Musiker aus dem nördlichen Nachbarland zu den Ausführenden dieser Produktion gehören. Und damit wird es dann endlich auch leichtfüßig auf dieser CD: Märchenhaft und sinnlich sind jene Danish Delights, in deren Zentrum die Schilderung eines Pierrots, eines anmutig tänzelnden und die Laute schlagenden Gauklers steht. Volkmar Zimmermann und Sara Fiil mit ihrem überirdisch-schönen Soprangesang erweisen sich hier als Traum-Duo, um imaginäre Bilder lebendig zu machen.
Viel Mut für das Unverbrauchte will hier an einen geneigten Hörer appellieren, sich auf Neues einzulassen. Und dieser Appell geht hier nicht nur an ausgesprochene Fans von Gitarrenmusik.

Read More News

Upcoming Shows

04/17/2016 Gantriis-Zimmermann Guitar Duo Herning, DK Rind Kirke Rind Kirke free
05/04/2016 Hendriksholm Church Choir with Volkmar Zimmermann Frederiksberg, DK Godthåbskirken Godthåbskirken free
06/09/2016 Skt.Olai Vocal Ensemble/Chamber Orchestra with Volkmar Zimmermann Helsingør, DK Helsingør Domkirke Helsingør Domkirke
06/17/2016 Gantriis-Zimmermann Guitar Duo Berlin, GER Kohlenkeller - Ein ganz privater Raum am Mexikoplatz Kohlenkeller - Ein ganz privater Raum am Mexikoplatz Buy ticket - €18
06/19/2016 Gantriis-Zimmermann Guitar Duo Berlin, GER Christianskirken Christianskirken free

Past Shows

01/29/2016 Gantriis-Zimmermann Guitar Duo Copenhagen, DK IbenBooks Grand Opening IbenBooks Grand Opening
11/15/2015 Frederiksberg, DK Mariendal Kirke Mariendal Kirke
10/24/2015 Aalborg, DK Musikkens Hus Musikkens Hus
02/07/2014 Køge, DK Gammel Køge Gård Gammel Køge Gård
Introduction

Since its foundation in 1995,  Corona Guitar Kvartet has played an important role on the international music scene. With several CD releases of music mainly created for guitar quartet, they have been leaders in the worldwide development of the guitar quartet repertoire. Corona Guitar Kvartet has toured Europe and North America and has worked with diverse groups – from symphony orchestras to tango musicians – and with composers from many countries. Their repertoire ranges from original compositions to arrangements of pieces from the Renaissance to the present time.

In Corona Guitar Kvartet recitals, the audience is given an experience which appeals to their eyes, their ears, and their hearts, all performed both with humor and with intense musicianship. These qualities have lead to international acclaim both for the CDs and for the Corona Guitar Kvartet’s recitals.

Two Duos Make a Quartet

As a natural development of being a modern ensemble, the Corona Guitar Kvartet consists of two independently working guitar duos, one comprising of Per Dybro Sørensen and Michael Norman Sørensen, another of Kristian Gantriis and Volkmar Zimmermann.

Volkmar Zimmermann
Co-founder / Since 1995
http://volkmarzimmermann.com

Also part of the Gantriis-Zimmermann duo
Per Dybro Sørensen
Co-founder / Since 1995
http://www.perdybro.dk

Also part of the Sørensen-Sørensen duo
Kristian Gantriis
Since 2001
http://www.gantriis.mono.net

Also part of the Gantriis-Zimmermann duo
Michael Norman Sørensen
Since 2015
http://www.michaelnorman.dk

Also part of Sørensen-Sørensen duo

We would also like to thank our previous members Tom Roy Nielsen, Ólavur Jakobsen, Martin Sangill and Mikkel Andersen for all their hard work and good times we’ve had.

Thanks always to Bo Isholm

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